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Bei teuren Rädern lohnt sich eine Fahrradversicherung

EBike Rex Bergsteiger 4.2 Alu-MTB Twentyniner

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Der Trend zum Fahrrad fahren ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Immer mehr Menschen finden gefallen daran, bestimmte Wege mit dem Fahrrad anstatt mit dem Auto zurückzulegen. Auch seitens der Politik wird dieser Trend zuletzt mehr gefördert und der Ausbau und Neubau von Radwegen immer weiter voran getrieben.

Leider hat sich parallel dazu eine weitere Entwicklung im negativen Sinne bemerkbar gemacht: Der Fahrraddiebstahl! Die Aufklärungsquote ist dabei sehr gering. Von den gemeldeten Diebstählen konnten nicht einmal zehn Prozent aufgeklärt werden. Daher sollte man sich gut überlegen, wie man das Fahrrad gegen Diebstahl absichern kann. Ein gutes Schloss kann dabei natürlich helfen, einen hundertprozentigen Schutz bietet jedoch nur eine Fahrradversicherung. Dazu gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten: Die Absicherung über die Hausratversicherung oder eine separate Fahrradversicherung.

Im Durchschnitt geben die Käufer für ein neues Fahrrad rund 500 Euro aus. Bei hochwertigen Rennrädern oder Mountainbikes liegt der Preis meist deutlich höher. Bei Preisen in dieser Höhe kann sich eine geeignete Versicherung durchaus als sehr sinnvoll erweisen.

Reine Hausratversicherung zahlt nicht bei Diebstahl auf der Straße

Ein Fahrrad zählt zum Hausrat, wenn es in der eigenen Wohnung oder im hauseigenen, abgeschlossenen Keller abgestellt wird. Wird also das Fahrrad bei einem Wohnungseinbruch geklaut, haftet dafür die Hausratversicherung, sofern man eine abgeschlossen hat. Die meisten Fahrräder werden jedoch nicht bei einem Einbruch in die Wohnung geklaut, sondern direkt auf der Straße.

Die Hausratversicherung ist um Fahrradschutz erweiterbar

Damit das Fahrrad auch in der Öffentlichkeit oder in Gemeinschaftskellern versichert ist, besteht die Möglichkeit, die Hausratversicherung um Fahrradschutz zu erweitern. Die Kosten für die Zusatzversicherung hängt unter anderem von der Versicherungssumme der gesamten Police sowie vom Wohnort ab.

Des Weiteren muss beim Diebstahlschutz im Rahmen der Hausratversicherung auf die so genannte Nachtzeitklausel geachtet werden. Bei einigen Versicherungsgesellschaften greift diese Klausel in der Zeit zwischen 22 und 6 Uhr. Wird das Fahrrad in diesem Zeitraum gestohlen, zahlt die Versicherung nicht. Ein Fahrradversicherung Vergleich im Rahmen der Hausrat kann auf folgender Seite durchgeführt werden: fahrradversicherung-vergleich.org

Diese Zusatzoption bei der Hausratversicherung hat jedoch ihre Grenzen. Häufig ist die Versicherungssumme bei sehr teuren Rädern zu niedrig. Außerdem besteht kein Schutz vor Vandalismus und Teilediebstahl. Einzelne Komponenten wie z.B. Lichter oder Schaltungen sind vor allem bei Diebesbanden sehr begehrt.

Die separate Fahrradversicherung lohnt sich bei sehr teuren Fahrrädern

Wenn das Fahrrad in der Anschaffung sehr teuer war, empfiehlt sich eine separate Fahrradversicherung. Dabei kann das Rad vor Fahrraddiebstahl abgesichert werden, je nach Versicherungsanbieter stehen aber auch die Absicherung vor Teilediebstahl, Vandalismus oder Unfallschäden als Zusatzoptionen zur Verfügung. Auch Reparaturkosten können in der Police mit inbegriffen sein.

Je mehr Leistungen durch die Versicherung abgedeckt sind, desto höher sind natürlich auch die Kosten. Diese richten sich vor allem nach der Versicherungssumme, die meist dem Kaufpreis des Rades entspricht. Aber auch der Wohnort spielt bei der Beitragsberechnung eine Rolle. Dazu wird die Diebstahlstatistik der Polizei herangezogen. In einer Stadt mit einer überdurchschnittlich hohen Anzahl an Fahrraddiebstählen fällt der Beitrag entsprechend höher aus.

Wichtig ist auch, die genauen Bedingungen der Police zu kennen. Beispielsweise schreiben die meisten Anbieter die Nutzung eines bestimmten Fahrradschlosses vor. Wie bei allen anderen Versicherungsabschlüssen, sollte man auch bei der Fahrradversicherung immer das Kleingedruckte beachten. In jedem Fall muss bei der speziellen Versicherung für das Fahrrad der Diebstahlschutz auch in der Nachtzeit sowie in nicht abgeschlossenen Räumen gelten.

Das Fahrrad codieren lassen

Ein weiterer Schutz vor Fahrraddiebstahl bietet eine alphanumerische Codierung. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Buchstaben und Ziffern, die in den Rahmen des Fahrrads eingraviert werden. Aus der Codierung ist die verschlüsselte Adresse des Inhabers abzulesen. Eine solche Kennzeichnung macht das Rad für viele Diebe unattraktiv, da es den Weiterverkauf deutlich erschweren würde. Des Weiteren bieten einige Anbieter einer Fahrradversicherung einen Nachlass an, wenn das Rad entsprechend codiert wurde. Eine Codierung kann sowohl vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) als auch von der Polizei vorgenommen werden.


Kommentare

Gerd Bothe März 8, 2016 um 12:07

Sehr interessante Artikel. Frage, Ihch habe ein Pedelec und moechte es gegen eigene verursachte Schaeder versichern, Eine Hausradversicherung habe ich nicht. Ist so etws moeglich? Danke. Gerd Bothe.

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Wolfgang März 11, 2016 um 11:44

Es gibt bei ENRA mittlerweile einen eBike Rundumschutz. Der könnte was für Sie sein. Das Fahrrad darf aber nicht älter als 12 Monate sein:
https://www.fahrradversicherung24.de/Fahrradversicherungen-Uebersicht.aspx?index=2

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Thomas August 15, 2016 um 9:52

Ich glaube auch, dass es immer auf den Wert des Fahrrads ankommt, ob sich eine Versicherung lohnt oder nicht. Da mittlerweile aber immer mehr auf teure Fahrräder zurückgreifen, greifen auch immer mehr auf eine solche Versicherung.

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